Die erste Periode ist kein medizinischer Notfall und keine große Sache, die man vorbereiten muss wie eine Prüfung. Trotzdem ist es angenehmer, wenn du vorher weißt, was passiert und was du griffbereit haben willst.
Was du zu Hause brauchst
Für den Anfang reichen zwei Dinge: etwas, das sicher sitzt, und etwas, das unterwegs in die Tasche passt. Alles andere kommt mit der Zeit — und du musst nichts davon allein aussuchen.
- Binden für die Nacht — breiter, länger, mit Flügeln.
- Binden oder Slipeinlagen für den Tag, in zwei Stärken.
- Eine kleine Tasche für die Schultasche: zwei Binden, ein Ersatzhöschen, Feuchttücher.
- Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen für die ersten beiden Tage.
„Die meisten Mädchen kommen nicht wegen der Schmerzen zu uns, sondern weil sie wissen wollen, ob das normal ist, was sie gerade erleben.“
Mag. pharm. Romana Borbas, Apothekerin
Wann der Zyklus unregelmäßig sein darf
In den ersten ein bis zwei Jahren ist fast jeder Rhythmus normal. Mal kommt die Periode nach drei Wochen, mal nach sechs, mal fällt sie ganz aus. Das pendelt sich ein, ohne dass du etwas dafür tun musst.

Wann du besser nachfragst
- Die Blutung dauert länger als sieben Tage oder ist sehr stark.
- Die Schmerzen sind so stark, dass du deswegen in der Schule fehlst.
- Nach dem ersten Mal kommt ein Jahr lang nichts mehr.
Dann schauen wir gemeinsam, ob ein Besuch bei der Frauenärztin sinnvoll ist.
Du musst das nicht allein klären
Für Fragen, die du nicht zwischen Regal und Kassa stellen willst, gibt es die Mädchenzeit: 15 Minuten in einem ruhigen Bereich der Apotheke, allein oder mit deiner Mama. Wenn du magst, bringst du deine Fragen auf einem Zettel mit — das hilft mehr, als du denkst.


